November 02, 2020

Happy End mit Verspätung- Qualifikation für Tokio 2021

Nach einer durchwachsenen Kieler Woche bei der ich einfach nicht in meinem Rhythmus fand und am Ende auf dem 15. Platz landete hing nun alles vom Ergebnis beim dritten und letzten Teil der internen Olympiaqualifikation, der Europameisterschaft in Polen ab.

Ich bereitete mich intensiv mit einer starken Trainingsgruppe vor und konnte nach der abschließenden Trainingsregatta die ich auf Platz 2 beendete mit einem Gefühl in die Pausenwoche vor der Europameisterschaft gehen.

Ich wollte mich einfach nur auf mich selbst konzentrieren, probieren den Druck so gering wie möglich zu halten.
Nach dem ersten Wettfahrttag fand ich mich in der Ergebnisliste auf Platz 28 wieder, definitiv nicht da wo ich hin wollte.

An den folgenden Tagen gelang es mir dann aber immer besser nur von Rennen zu Rennen zu denken, das ganze Drumherum einfach Drumherum sein zu lassen. So konnte ich mich Stück für Stück bei wechselhaften Wetterbedingungen in die TOP 10 vorarbeiten. Am letzten Regattatag gelang mir in der Goldfleet ein guter Start, ich war das ganze Rennen lang in der Spitzengruppe und überquerte schließlich nach einigen Positionswechseln als 12. die Ziellinie. Und das sollte gereicht haben! Schon vor dem letzten Rennen der Europameisterschaft (schlussendlich beendete ich die Europameisterschaft auf Rang 8) stand fest, dass ich die interne Qualifikation für die Olympischen Spiele in der Bootsklasse Laser Radial gewonnen und gleichzeitig alle vom DOSB geforderten Leistungsnachweise erbracht hatte. Ein in dieser Form unbeschreibliches Gefühl in meiner bisherigen Segelkarriere. Nachdem ich an der Qualifikation für Rio 2016 gescheitert war, bedeutet es mir umso mehr, es diesmal geschafft zu haben.

Jetzt soll es selbstverständlich nicht bei der erfolgreichen Qualifikation bleiben. Ich habe mir nach der EM eine kurze Auszeit genommen, einfach mal andere Dinge abseits vom Segeln gemacht. Ab morgen geht es dann aber wieder los mit dem Trainingsalltag. Volle Kraft voraus ist die Devise, mit dem Ziel in Tokyo 2020ne topfit an den Start zu gehen.

Ein Riesendankeschön geht an Euch, den Potsdamer Yachtclub, der es mir überhaupt erst ermöglicht hat bis zu diesem Punkt zu kommen. Danke, danke, danke!

Bleibt alle gesund, macht das Beste aus den nächsten Monaten
Seglerische Grüße
Eure Svenja